tropical-asia.de

Reiseziele in Südindien


Südindien Reiseziele Geschichte

Mit Bussen, Schiffen und Taxen lässt sich Südindien problemlos, preiswert und flexibel bereisen. Nach Sonnenuntergang sollte man aus Sicherheitsgründen jedoch eine feste Unterkunft haben.

An nahezu allen Reisezielen Südostasiens finden sich preiswerte Möglichkeiten zu Ausflügen oder Aktivitäten sportlicher und kultureller Art, die man sicher und einfach vor Ort auswählen und buchen kann. Oft finden sich nette Fahrer, die Reisende mit Taxi oder Boot befördern oder auch führen. Kontaktstellen oder Straßenbüros sind selten zu übersehen. Gegenüber Angeboten von Taxifahrern sollte man jedoch vorsichtig sein, denn diese befördern den Reisenden gerne zu teuren und minderwertigen Shops oder Restaurants, wo sie Provisionen kassieren.


Backwaters bei Kochi © TMAX - Fotolia.com Strand in Goa © Eugeny Shevchenko - Dreamstime.com

Mumbai (Bombay)

Mumbai ist sicher eine der faszinierendsten Metropolen dieser Erde. Mit fast 20 Millionen Menschen gehört es zu den 10 größten Städten der Welt, ca. 5 Millionen davon leben in den sich täglich vergrößernden Slums der Randbereiche, in der Hoffnung, ein kleines Stück vom glitzernden Kuchen dieser boomenden City abzubekommen und überleben zu können. Mumbai, das auf einer landschaftlich sehr schönen Halbinsel gegründet wurde und eine natürliche Hafenbucht besitzt, kann sich nur nach Norden ausdehnen, und so ist es heute bereits mit der Großstadt Thane verschmolzen und bildet ein riesiges Stadtareal rund um den Sanjay Gandhi Nationalpark (Tigersafari, Lake Vihar, Lake Tulsi, Kanheri Höhle). Auch der internationale Flughafen Sahar ist inzwischen fast ins Stadtzentrum gerückt. Die Verkehrsprobleme, Abwasser- und Abgasbelastungen der Stadt sind kaum noch zu kontrollieren.
Dennoch bietet Mumbai ein aufregendes Stadtbild, in dem es sich gut leben lässt. Mumbai ist die reichste Stadt Indiens, sie ist Finanzmetropole, Haupt-Banken-und Börsenplatz, Industriestadt, Hafen- und Handelszentrum Indiens. Hinzu kommt die indische Filmindustrie, die hier ihr Hollywood, sprich Bollywood besitzt. Überall in der Stadt zeugen großformatige Plakate und Leinwände von der Präsenz dieser Traumfabrik Indiens, deren Filme die Mehrheit der Inder in ein Leben zwischen harter Realität und schillernd bunter Illusion verstrickt.

Egal, ob man sich im chaotischen Zentrum befindet, in der historischen Südstadt mit den touristisch interessanten Sehenswürdigkeiten am Hafen, an den Stränden der Westküste oder im Nobelviertel Malabar im Südwesten, in Mumbai herrscht Optimismus und ausgelassene Lebensfreude. Die Menschen verbringen ihr Leben auf den Straßen, an den Stränden, in den Restaurants und an den tausenden von Imbissständen mit leckeren indischen, arabischen und chinesischen Fingergerichten. Die allermeisten Touristen zieht es in die Südstadt ins Colaba-Viertel. Noch immer weht dort der Hauch der britischen Kolonialzeit durch die Straßen, und vielen kommt der alte Name Bombay leichter über die Lippen, als der neue, Mumbai. Verbindet man mit ihm doch den historischen Charme und die exotische Schönheit Indiens. Hauptattraktion ist nach wie vor das ’Gate of India’, das Tor nach Indien, wie es die Briten nannten, das direkt neben dem besten Hotel Indiens, dem altehrwürdigen Taj Mahal Hotel steht, und von dem aus man einen tollen Ausblick auf die Mumbai-Bucht und den Hafen genießen kann. Von hier aus lohnt auch ein Bootsausflug auf die kleine Insel Elephanta mit ihren buddhistischen Grotten aus dem ersten Jahrtausend, die einst als Kloster dienten.


Zwischen Mumbai und Goa

Wer die Konkan-Küstenstraße nach Goa nimmt, kommt durch zahllose Fischerdörfer und an langen palmengesäumten Stränden vorbei. Die schönsten Orte für einen Aufenthalt sind Alibag, Chaul, Ganapatipule und Bhatya. Hier trifft man auf ursprüngliche indische Lebensart und genießt wunderbare Sonnenuntergänge über dem arabischen Meer. Für die Strecke von ca. 500 km sollte man durchaus einige Tage einplanen. Mehr Information unter www.tropical-travel.de/Suedindien


Kulturhistorische Stätten

150 km östlich von Mumbai erreicht man die Millionenstadt Pune (Poona). Sie wurde von den Briten aufgrund des günstigeren Klimas als Sommersitz ausgebaut. Die Straße windet sich durch die nördlichen, bis 1.400m hohen Westghats und führt ins Innere des Bundesstaates Maharashtra. Pune hat nichts Spektakuläres zu bieten, jedoch war es einst der Sitz des großen Aga Khans, der von hier aus fast ganz Indien regierte. Das erste touristische Reiseziel ist die Stadt Aurangabad, ca 200 km nordöstlich von Pune. In ihrer Umgebung liegen u.a. die Felsentempel von Ellora und Ajanta, deren Besuch für historisch Interessierte ein echtes Muss ist. Hunderte von Höhlen wurden von buddhistischen Mönchen aus den Felsen geschlagen. Sie wurden zwischen dem 2. und dem 11. Jahrhundert als Tempel zur Verehrung Buddhas geschaffen und dienten gleichzeitig als Wohnstatt der Mönche. Hunderte von zum Teil gut erhaltenen Buddhastatuen, Wandmalereien und hinduistischen Skupturen können besichtigt werden. Der faszinierenden Architektur der Felshöhlen und deren künstlerischer Ausgestaltung kann man sich kaum entziehen.

Fast fünfhundert Kilometer südlich im Bundesstaat Karnataka nahe Bagalkot liegen die Festungs- und Tempelruinen von Badami, Pattadakal und Aihole. Badami war viele Jahre Hauptstadt des Chalukya-Reiches. In dieser Zeit entstanden viele Steintempel, Statuen und Reliefs. Die schönsten und wichtigsten der Jaina- und Hindutempel stehen in Aihole und Pattadakal. In Badami sind ebenfalls etliche hervorragend erhalten. Das große Areal liegt inmitten von roten Sandsteinformationen. Ein kleiner See sorgt für Feuchtigkeit in dieser sonst sehr trockenen Region. Das Museum zeigt einen breiten Ausschnitt aus vergangenen Zeiten. Imposant sind auch die Höhlentempel von Badami, die denen von Ellora und Ajanta ähneln.

Hundert Kilometer südöstlich befindet sich die Granitfelslandschaft von Hampi. Diese 26 qkm große Ruinenstadt war Hauptstadt des riesigen Vijayanagar-Reiches, das von hier aus im 15. und 16. Jahrhundert Südindien beherrschte. Die Tempel- und Festungsanlage ist noch gut erhalten. Imposante steinerne Gebäude und der bekannte steinerne Prozessionswagen des Vittala-Tempels zeugen von der damaligen Baukunst. Die umgebenden Hügel kann man leicht erklettern, um schöne Ausblicke auf die weitläufige Anlage zu genießen und sich zu orientieren. In den nahe gelegenen Ortschaften gibt es auf Touristen eingestellte Restaurants und Gästehäuser.


Hyderabad

Hyderabad ist eine orientalische Mischung aus Indien und Arabien. In der hektischen Altstadt mit ihren vielen Basaren fühlt man sich eingetaucht in ein altes, exotisches Indien mit engen Gassen, Kunsthandel, Textilien, lautem Verkehrsgewirr und allerlei Düften und Gerüchen. Daneben ist Hyderabad heute ein modernes Zentrum der Softwareindustrie, wo tausende junger Inder gutes Geld verdienen und international gefragt sind. Traditionell ist die fünf Millionen Stadt auch Zentrum des Perlenhandels in Indien.
Mittelpunkt der Altstadt und Orientierungspunkt ist das Charminar, Wahrzeichen der Stadt. Das Bauwerk ist eine Mixtur aus Triumphbogen und Palast und wurde vom Gründer der Stadt Ende des 16. Jahrhunderts erbaut.
Hyderabad als Hauptstadt des Staates Andhra Pradesh, war lange Zeit unabhängiges Fürstentum, und selbst unter den Briten konnte es bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine gewisse Eigenständigkeit bewahren.
Im Norden grenzt die Stadt Secunderabad unmittelbar an Hyderabad. Der künstliche Hussain Sugar See verbindet die beiden Städte. Er dient nicht nur als Wasserreservoir, sondern auch als Erholungsort inmitten der Metropole. Mit Booten kann man sich zur großen Buddhastatue inmitten des Sees fahren lassen, und an den Ufern bieten Garküchen schmackhafte indische Spezialitäten an.


Bootstour in den Backwaters © Ewen Cameron - Dreamstime.com Lakkadiven © Aleksandar Todorovic - Fotolia.com

Bangalore

Die zwei Millionen Großstadt Bangalore ist das moderne Zentrum des Bundesstaates Karnataka. Hier, im Silicon Valley Indiens haben sich in den letzten Jahren fast alle großen Computer- und Elektrotechnikkonzerne der Welt angesiedelt, um von den technologischen Fähigkeiten der indischen Softwarespezialisten zu profitieren. Die Stadt boomt und genießt globales Flair in seinen Hotels, Restaurants und Pubs. In Bangalore wird gearbeitet und Geld verdient. Die Zukunft lockt mit den schillernsten Szenarien.


Mysore

Mysore ist das südindische Synonym für eine exotische, außergewöhnlich orientalische Stadt. Sie liegt im Süden des Bundesstaates Karnataka am östlichen Rand der Westghats. Ihre bunten und lebhaften Märkte, ihre Paläste und die Lebensfreude und Gelassenheit der Menschen machen sie zu einem Reise-Highlight und einer Freude für jeden Fotografen. Mysore ist bekannt durch seine hochwertige Seide, die Sandelhölzer und den besonders wohlriechenden Jasmin (Mysore Mallige), der hier wächst. Außerdem war Mysore lange Zeit Herrschaftssitz des legendären Tigers von Mysore, Sultan Tipu von Srirangapattam. Bekanntestes Bauwerk ist der großartige Maharaja-Palast, der erst 1911 erbaut wurde und noch heute bewohnt wird. Er erstrahlt an manchen Abenden im Glanze von tausenden Glühbirnen.
Einen tollen Ausblick auf Mysore Stadt bekommt man vom tausend Meter hoch gelegenen Chamundi Hill zehn Kilometer vor der Stadt. Der Pilger-Tempel Cahmundesvari wird per Straße oder über ca. 1.000 Treppenstufen erklommen. Er beherbergt einen der größten Nandis Indiens – einen aus Stein gehauenen schwarzen Stier.
Richtung Osten erreicht man den sehenswerten Keshava-Tempel von Somnathpur.

Von Mysore aus sollte man unbedingt Ausflüge in die Berge der südlichen Westghats machen. Die Landschaft ist von einzigartiger Schönheit. Große Teile werden im Nagarhole Nationalpark und im Bandipur Nationalpark, sowie in den Wildschutzgebieten Wayanad und Mudumalai geschützt.


Goa

Der kleine Flecken üppig grünen Landes mit den langen goldgelben und palmengesäumten Sandstränden zwischen dem arabischen Meer und den 1.000m hohen West-Ghats wurde bis 1961 von den Portugiesen verwaltet und kontrolliert. Die Briten konnten ihnen dieses paradiesische Stück Indien nie entreißen. Erst seit 1987 ist Goa ein eigener indischer Bundesstaat, der nur knapp 1,5 Mio. Einwohner hat, aber eine hohe Wirtschaftskraft besitzt, die v.a aus der Fischerei und aus dem Tourismus kommt.
Als Ende der 60er Jahre die Hippiegeneration aus Europa und Amerika an Goas Küsten kam, war dies der Start für den Tourismus in Indien. Die langen Superstrände waren ideal für Aussteiger und für nächtelange Partys. Dazu gesellte sich das gemütlich relaxte Leben der Einheimischen, die durch die lange portugiesische Kolonialisierungszeit ein ganz eigenes Lebensgefühl entwickelt hatten. Leben ohne Stress und Hektik, genießen und feiern sind auch heute noch die Markenzeichen Goas, die Jahr für Jahr mehr Urlauber an seine Küsten ziehen. Inzwischen gibt es einige Hotelkomplexe, die auch anspruchsvolleren Reisenden den Aufenthalt in Goa angenehm gestalten. Die Mehrheit der hauptsächlich jungen und jung gebliebenen Gäste kommt jedoch wegen des einfachen und freien Lebensgefühls, das sich v.a. am Strand beim Chillout oder der Technoparty, oder auch bei Ausflügen mit dem Motorrad durch die grünen Reisfelder ins Landesinnere und in die Berge einstellt.
Die Partyscene hat sich im Laufe der Jahre immer weiter nach Norden bzw. Süden bewegt, weg von den Städten Panaji, Margao und Vasco da Gama. Die endlosen Traumstrände sind jedoch auch heute noch weitestgehend unverbaut, und hauptsächlich Privatpensionen und kleinere Resorts bestimmen das Bild. Die angesagtesten Strände nördlich von Panaji sind Ajuna Beach, Arambol Beach, Vagator Beach und Morjim Beach. Im Süden sollte man den Varca Beach, den Agonda Beach oder den absoluten Super Beach bei Palolem besuchen. Mehr Information unter www.tropical-travel.de/Suedindien


Chennai (Madras)

Chennai ist die Kulturhauptstadt Südindiens. Musik- und Filmfestivals, Kunstausstellungen, verschiedenartigste Museen und viele Tempelfest durchziehen das Jahr in Chennai, dem früheren Madras. Die Briten, die hier im 17. Jahrhundert ihre erste Niederlassung in Indien gründeten, hinterließen etliche koloniale Prachtbauten, von denen nicht nur das Fort St. George, sondern v.a. der High Court, das Justizgebäude, die Connemara Bibliothek, die Universität, die National Art Gallery oder bedeutende Kirchen zeugen. Wichtigste Kirche ist die St. Thomas Kathedrale im Süden Chennais. Diese für das Andenken des hier angeblich verstorbenen Apostels Thomas erbaute Kathedrale wurde allerdings bereits von den Portugiesen errichtet.
Daneben finden sich in Chennai königliche Paläste und natürlich ungezählte hinduistische Tempelanlagen von denen die der Shivaiten und Vishnuiten zu den bedeutendsten Südindiens zählen.
Die heute ca. 5 Millionen Einwohner zählende Großstadt Chennai, die sich wie alle indischen Metropolen ständig weiter ausbreitet, ist auch berühmt für seine vielen bunten Märkte und seine lange Einkaufsmeile, die Anna Salai Road. Genau wie in anderen asiatischen Metropolen findet das abendliche Leben draußen statt. Gerne trifft man sich nach Sonnenuntergang an den hunderten Essensständen entlang des kilometerlangen feinsandigen Marina Beaches. Das Wasser ist zum Baden jedoch ungeeignet.
Wer in der Nähe von Chennai einen schönen Badestrand sucht, muss die 60 km bis ins südlich gelegene Mamallapuram auf sich nehmen. Dort wird er belohnt mit einem schönen Sandstrand, guten Hotels und Restaurants, sowie sehenswerten Höhlentempeln.


Nilgiri Berge im Südwesten © Ewen Cameron - Dreamstime.com Palast von Mysore © Jeremyrichards - Dreamstime.com

Madurai

Madurai ist eine der ältesten Städte Südindiens und des Bundesstaates Tamil Nadu. Die Stadt liegt inmitten von endlosen Reisfeldern und Kokospalmplantagen. Von hier aus führt die Straße über die Inseln Pamban und Mannar hinüber ins nur 250 km entfernte Sri Lanka. Hauptsehenswürdigkeit ist der fast quadratische Minakshi-Tempel mit seinen für diese Region typischen Gopuram-Türmen, die bis zu 50m hoch in den Himmel ragen und über und über mit mythologischen Figuren verziert sind. Vier große Gopurams begrenzen die Tempelanlage an allen Seiten. Besonders schön wirken die Türme im kontratsreichen Licht nach Sonnenaufgang.

Auf dem Weg Richtung Chennai lohnt ein Besuch der Tempelstadt Sriragam. Beeindruckende Steinmetz- und Bildhauerarbeiten und 21 bis zu 73m hohe Gopurams verteilen sich auf einem fast 1 qkm großen Areal. Der Haupttempel stellt das größte Vishnuheiligtum Süd-Indiens dar, das jedoch leider nur Hindus zugänglich ist.


Orissa

An der nördlichen Ostküste liegt der fruchtbare Bundesstaat Orissa, dessen Zentrum das Mündungsdelta des großen Mahanadi Flusses ist. Hier liegen die Hauptstädte Bhubaneshwar (aktuell) und Cuttack (ehemals), die für historisch Interessierte etliche hinduistische Tempel und Museen zu bieten haben. Ganz in der Nähe liegt die Erinnerungsstätte der Schlacht um das Reich Kalinga im 3. Jahrhundert v. Chr., die König Ashoka zum Buddhisten werden ließ.
Die saftig grüne Küste Orissas bietet lange Sandstrände, Badeorte und Naturschutzgebiete, wie das große Bhitarkanika Vogel-Schutzgebiet. Der bekannteste Badeort ist Puri, der gleichzeitig einer der bedeutendsten Pilgerorte und heiliger Sitz des Gottes Krishna ist. Hunderttausende Inder kommen im Juni/Juli hierher.
30 km nordöstlich liegt der Sonnentempel von Konarak. Er ist ein aus Stein gehauener Himmelswagen mit 24 steinernen großen Rädern, an dem über 1.000 Steinmetze 12 Jahre lang gearbeitet haben sollen. Besonders imposant sind die vielen wohlgeformten erotischen Abbildungen von Liebenden in allen möglichen Positionen. Der gesamte Tempelkomplex ist sehr gut erhalten und unbedingt einen Besuch wert.


Kerala

Wenn gegen Ende Mai die schwer beladenen Wolken des Südwest-Monsuns gegen die Westküste Indiens drängen, dann bereiten sich die Menschen in Kerala auf drei dunkle Monate vor, in denen sich Unmengen Regen über das Land ergießen. Die tiefliegenden Wolkenmassen prallen auf die südlichen West-Ghats und quälen sich über die bis 2.700m hohen Nilgiri-Berge. Dabei verlieren sie ihre Feuchtigkeit und hüllen die Gipfel in permanenten Nebel. Die 44 Flüsse Keralas haben Mühe, die Wasserfluten gen Ozean zu entsorgen. Alles versinkt in Nässe. Wälder, Felder und Städte werden durchdringend mit dem notwendigen Wasser versorgt, das in der Folge für pralles Wachstum und reiche Ernte sorgen wird. Kerala gehört zu den ertragreichsten Regionen Indiens. Hier wachsen Reis, Bananen, Kokospalmen, Kakao, Pfeffer, Kautschuk, Zuckerrohr, Kaffee und in den höheren Regionen der Bergflanken der weltweit gefragte Tee. Die Berglandschaften und Regenwälder sind von einzigartiger Schönheit und weitestgehend menschenleer, obwohl die Küstenregion zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Indiens zählt. In den großen Nationalparks Nagarhole, Bandipur, Eravikulam, Periyar und Kalakkad-Mundanthurai im Innern der südlichen Ausläufer der West-Ghats leben wilde Elefanten, Leoparden, Großwild und vereinzelte Tiger. Die Küsten Keralas sind berühmt für ihre schönen Sandstrände bei Kovalam und Varkala, und die Backwaters hinter Kochi (Cochin) sind in ihrer Art einzigartig in der Welt. Sie sind ein Gebiet von Wasserwegen und Flüssen, die sich wie ein riesiges Labyrinth durch das Hinterland ziehen, gesäumt von tausenden Kokospalmen und landwirtschaftlichen Anbauflächen. Eine Bootstour durch diese wildromantische Wasserwelt gehört zu den absoluten Highlights einer Keralareise.

Die Stadt Kochi ist eine von vielen Küsten- und Hafenstädten Keralas, die schon seit der Antike überregional bekannt sind, landeten hier bereits Ägypter, Griechen und Römer auf der Suche nach Gewürzen und Handelspartnern. Kochi besteht aus mehreren Teilen und Inseln, die nur mit Booten verbunden sind. Die kleinen Gassen, die von Portugiesen, Holländern und Briten angelegt wurden, haben noch immer kolonialen Charme. Bekannt sind aber v.a. die chinesischen Fischernetze an der Nordpromenade und Hafeneinfahrt, die heute allerdings wohl eher Touristenattraktion, als effektives Fischfanginstrumentarium sind.
Neben Kochi hat auch die Hauptstadt Keralas Thiruvananthapuram (Trivandrum) einen internationalen Flughafen. In Trivandrum lohnt nicht nur der Besuch des großen Botanischen Gartens, hier bekommt man auch ausreichend Einblick in die reiche Geschichte und Kultur des südwestlichen Bundesstaates. Nur wenige Kilometer südlich der Stadt beginnen die schönen langen Sandstrände, deren bekanntester der Kovalam Beach ist. Hier findet man eine große Auswahl an Hotels aller Kategorien. Wer es etwas ruhiger mag, braucht nur den nächsten oder übernächsten Strand anzusteuern. Herrliche Sonnenuntergänge sind an allen Stränden garantiert. Wie Sri Lanka, hat sich auch Kerala auf Ayurveda-Kuren eingestellt, und etliche Hotels bieten ihrem internationalen Publikum professionelle Ayurveda-Wellness an. Am Somatheeram Beach südlich von Kovalam befinden sich entsprechend spezialisierte Hotels. Mehr Information unter www.tropical-travel.de/Kerala


Lakkadiven

Die 36 Koralleninseln der Lakkadiven (engl. Lakshadweep) sind die nördliche Verlängerung der Malediven, gehören jedoch zu Indien. Knapp 60.000 Einwohner verteilen sich auf wenige Eilande gut 450 km vor der Westküste. Sie leben von Fischerei und Kokospalmenanbau. Die Inseln sind daher dicht mit Palmen bewachsen, haben schneeweiße Sandstrände, und die Riffe gehören zu den schönsten der Welt. Aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage sind sie nach wie vor ein absoluter Geheimtipp für Taucher und Robinson-Fans.
Nur drei Inseln sind für ausländische Touristen zugänglich, und nur auf Bandaram Island gibt es ein Resort. Man benötigt eine Aufenthaltsgenehmigung und eine Buchungsbestätigung des Resorts, die man vor dem Abflug beschaffen muss. Kleine Flugzeuge verkehren von Kochi und Panaji aus zur langgestreckten Insel Agatti Island, das eine Landepiste besitzt und gleich neben Bandaram Island liegt. Der Weitertransport erfolgt mit dem Boot. Auf Bandaram kann man die Seele baumeln lassen, schnorcheln, tauchen und zur Nachbarinsel Kadmat übersetzen.
Die südlicher gelegenen Inseln Kavaratti, Kalpeni und Minicoy können nur von Indern besucht werden. Alle anderen Inseln sind klein und unbewohnt.



Thailand´s Inseln

holen Sie sich Ihr Travel-Shirt im yaess.de-Shop Anzeige