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Kalimantan


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Regenwaldfluss © Matt Ireland | Fotolia.com Orang Utan © Richard Clarke | Dreamstime.com

Der indonesische Teil Borneos ist mit 540.000 qkm Fläche etwa so groß wie Frankreich. Die ca. 12 Mio. Menschen leben vorwiegend in den Küstenregionen. 25% der Fläche sind sumpfig-mooriges Dschungelgebiet, der Rest besteht aus Bergregenwäldern und Flußsystemen. Von Südwesten nach Nordosten verlaufen die Zentralgebirge, die die Monsunwinde aufhalten und zu ergiebigen Regenmengen führen. Alle großen Flüsse, die auf Borneo breit und langsam fließen, entspringen im Zentrum in der Muller-Range. Es sind dies v.a. die knapp tausend Kilometer langen Kapuas (fließt nach Westen), Barito (fließt nach Süden) und Mahakam (fließt nach Osten). Die größten Städte sind Pontianak (Provinz Barat), Banjarmasin (Provinz Tengah) und Balikpapan (Proninz Timur). Benjarmasin ist berühmt für seine vielen Wasserwege und seine schwimmenden Märkte. Es wurde in der Vergangenheit gerne mit Venedig verglichen.

Die Hauptverkehrverbindungen sind die Flüsse und das Flugzeug, da es nur wenige ausgebaute und befestigte Straßen gibt. Leider sind auch die Urwälder Kalimantans von der Abholzung bedroht, und damit die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die zum großen Teil noch gar nicht erforscht bzw. entdeckt ist. Nur wenige kleine Schutzgebiete sind bis heute eingerichtet (Hulu Bahau, Puting und Kutei) und so sind v.a. die auf Borneo natürlich vorkommenden Orang Utan stark bedroht. Ihr Hauptschutzgebiet liegt im Süden in den Sumpfwäldern des Puting Nationalparks.

Aufgrund seiner schieren Größe scheinen die Waldgebiete endlos, aber der Lebensraum der Ureinwohner schwindet zusehends und wird durch Ölplamplantagen ersetzt oder auf der Suche nach Bodenschätzen und Öl vernichtet. V.a. im Osten wachsen die Städte aufgrund der Ölfunde vor der Küste. Im Westen dagegen sind Kautschuk- und Ölpalmwälder vorherrschend.

Die Dayak genannten Ureinwohner Borneos haben sich während der Besiedlung der Insel von den Küsten in die Bergdschungel zurück gezogen, wo sie noch heute nach alten Traditionen und Riten in Langhäusern und großen Familienverbänden leben. Allerdings mußten sie um 1960 ihre Gewohnheit des Sammelns menschlicher Schädel einstellen. In einigen Dörfern baumeln dennoch viele alte Schädel unter oder in den Häusern, da sie dem Glauben nach Schutz und Kraft verleihen.

Borneo ist eine Insel für Naturliebhaber und Abenteurer. Nur wenige schöne Strände gibt es an der Westküste, v.a. auf der Insel Karimata, die auch intakte Korallenriffe besitzt. Sumpfgebiete und v.a. der Wald sind die Attraktionen für Reisende. Auf den Flüssen kann man leicht tief ins Herz Kalimantans vordringen. Allerdings benötigt man viel Zeit und auch Geduld. Ein Geheimtipp ist wohl noch immer die Fahrt auf einem der langen Flüsse bis in die Berge der Muller-Range. Unter Führung von eingeborenen Dayak kann man die Verbindung der Flussquellen finden und auf einem anderen Fluss zur Küste zurück kommen. So läßt sich eine Reise auf dem Mahakam Fluss nach Norden zum Kajan verbinden oder noch abenteuerlicher nach Westen zum Kapuas.


Borneos Regenwälder  © Jan Braackmann | Fotolia.com Rotaugenfrosch © Snowleopard1 | Fotolia.com

Visum: bei Einreise 30 Tage Aufenthaltsgenehmigung (kostenlos)

beste Reisezeiten: Mai bis Oktober (Klimatabelle siehe unten)

Zeitzone: MEZ +7 Stdn

Strom und Stecker: Euro-, US- und Schuko-Stecker (Infos siehe Reisetipps)

Währung und aktueller Wechselkurs:

Impfungen: keine vorgeschrieben (eventuell Corona)


Kalimantan


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